Über die FFU

FFU15_profilbildDie Veranstaltung Feministische FrühlingsUni 2015 geht zurück auf die Tradition der Frauen*Unis, die seit 1976 auch im deutschsprachigen Raum stattfinden. Auch in Österreich werden regelmäßig Veranstaltungen dieser Form organisiert, um dem männerzentrierten Universitäts- und Wissenschaftsbetrieb etwas entgegenzusetzen, feministische Wissenschaftler*innen zu vernetzen und feministische Wissenschaftskritik zu betreiben. Gerade im Jubiläumsjahr der Wiener Universitäten 2015, in dem die Universität Wien ihr 650-jähriges, die Veterinärmedizinische Universität Wien ihr 250-jähriges und die TU Wien ihr 200-jähriges Bestehen feiern, wollen wir uns mit den Ausschlüssen auseinandersetzen, die die Universität als Institution schafft. Menschen mit Betreuungspflicht, Menschen die Care-Arbeit leisten, Menschen, die von Armut betroffen sind, Menschen, die die Bildungsvoraussetzungen nicht erfüllen, Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung et cetera wird der Zugang zum universitären Betrieb erschwert oder gänzlich unmöglich gemacht. Die FFU 2015 hat sich auch zur Aufgabe gemacht, diese Barrieren sichtbar zu machen und zu einer Auseinandersetzung mit diesen beizutragen.

Seit den 1970er Jahren hat sich im Universitätsbetrieb zwar einiges geändert, dennoch gibt es noch immer massive Ungleichheiten, etwa in Bezug auf das Geschlechterverhältnis bei der Besetzung von Professuren, die Verteilung von Forschungsgeldern, oder die Auswahl der Themenbereiche von Forschungen. Das zeigt, dass feministische Reflexion und Kritik nach wie vor notwendig und wichtig sind. Deshalb wollen wir diese und andere feministische Themen und Problemstellungen in das Zentrum unserer Veranstaltung stellen, und Personen, die sonst im Wissenschaftsbetrieb marginalisiert werden, eine Möglichkeit bieten, ihre Untersuchungen zu präsentieren. Wir, das Organisationsteam der FFU 2015, haben uns darüber hinaus zum Ziel gesetzt, vermehrt auch Menschen anzusprechen und einzuladen, die nicht an Universitäten studieren oder studiert haben. Damit wollen wir eine breitere feministische Basis erreichen und mobilisieren. In gemeinsamen Gesprächen können alle, unabhängig von ihrer Ausbildung, voneinander profitieren und durch den Austausch blinde Flecken in ihren Perspektiven erkennen und gemeinsam Ideen entwickeln.

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